»TBV Deutschland« obenauf

 

Deutsche WM-Helden tauen erst spät auf und entscheiden dann das Spiel

 

Von Marcel Bohnensteffen
Halle (WB). Gerade sieben Wochen ist es her, als die Nationalspieler beider Teams während der Handball-Weltmeisterschaft in Halle Anlauf auf die begehrte Trophäe nahmen. Bei der Rückkehr ins Gerry-Weber-Stadion standen besonders die WM-Stars unter Beobachtung.
Deutsche, Ungarn, und Isländer auf der einen, Dänen, Polen und Kroaten auf der anderen Seite: Das Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga zwischen TBV Lemgo und SG Flensburg-Handewitt brachte mehr als nur einen Hauch an Weltmeisterschafts-Flair zurück in die Haller WM-Arena. Insgesamt sechs Weltmeister, ein Vize-Weltmeister, und weitere neun WM-Teilnehmer standen sich auf dem Parkett des Gerry-Weber-Stadions gegenüber.
Dabei schien einer in der Anfangsviertelstunde genau dort weitermachen zu wollen, wo er am 22. Januar aufgehört hatte: Bei der WM-Vorrundenpartie Deutschland gegen Polen hatte Marcin Lijewski noch zu den Hauptgaranten für die erste und einzige Turnier-Niederlage des späteren Weltmeisters gezählt.
Und auch diesmal schien der wurfgewaltige Linkshänder in Flensburger Diensten dem Spiel mit vier der ersten acht SG-Toren seinen Stempel aufdrücken zu wollen. Da auch der zweite »WM-Shooter«, Kroatiens Blazenko Lackovic, zu Beginn stach, zog Flensburg auf und davon.
Allenfalls der Tscheche Filip Jicha, zweitbester Torjäger der gesamten WM-Endrunde, hielt seine Farben mit am Ende elf Treffern im Spiel.
Von den deutschen WM-Helden war bis dato nichts zu sehen. Schwarzer, Kehrmann, Preiß und Baur fanden nur schwergängig ins Spiel, blieben in den ersten 30 Minuten allesamt blass.
In Durchgang zwei dann ein völlig anderes Bild: Lemgos »Hexer« Jörg Zereike entnervte den SG-Rückraum um Lijewski und Lackovic mit zahlreichen Glanzparaden. Da zudem SG-Regisseur Joachim Boldsen, WM-Dritter mit Dänemark, verletzt ausschied und sich zu seinem wegen einer Blessur nicht eingesetzten Landsmann Lars Christiansen gesellte, bröckelte das Gäste-Spiel dahin. Dafür war die Stunde der deutschen Weltmeister gekommen: Kehrmann explodierte mit fünf Toren nach der Pause, Baur führte klug Regie, Schwarzer, bis dahin glücklos im Abschluss, markierte die entscheidenden Treffer zum 29:26 und 30:26. »TBV Deutschland« war 'mal wieder obenauf. Bundessport

 

Artikel vom 12.03.2007

17.7.08 00:04

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(17.7.08 01:05)
alte artikel??? was is das denn hier???

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